Delfine in der Mythologie

In der grichischen Mythologie tauchen Delfine als Tier der Göttin Demeter auf. Als der Sonnengott Apollon auf einer Insel mitten im Meer geboren wurde, wurde er anschließend von einem Delfin an Land gebracht. Als Sternenbild in den Himmel erhoben wurde der Delfin, weil er Poseidon half, die Hand der Meeresnymphe Amphitrite zu gewinnen. In vielen altgriechischen Darstellungen ritten die Nereiden auf dem Rücken von Delfinen. Der aus Neid über Bord geworfene Sänger Arion von Lesbos wurde der Sage nach von Delfinen gerettet.

Aufgrund der Wertschätzung des Delfins und seiner überaus positiven Besetzung in der Mythologie wurde er in der Heraldik des europäischen Mittelalters auch als Wappentier verwendet. Am folgendreichsten war die entsprechende Verwendung durch die Grafen von Vienne, die letztlich dazu führte, dass der französische Kronprinz über Jahrhunderte den Titel Dauphin, also eben "Delfin", führte.

Auch in der modernen Mythologie und Esoterik spielen Delfine eine erhebliche Rolle. Insbesondere der amerikanische Neurophysiologe John Cunningham Lilly, der in den sechziger und siebzieger jahren obskure Experimente mit Isolationstanks und LSD betrieb und behauptete, so mit Delfinen kommunizieren zu können, machte Delfine zum Symboltier in Esoterik- und Hippie-Bewegung. In den fünfziger Jahren hatte Lilly zunächst wissnschaftlich anerkannte Beiträge zur Kommunikation und zur Verhaltensphysiologie der Delfine geleistet.

(Quelle: Wikpedia.de)

Sonstiges

Delfine sind gern benutzte Figuren in der Literatur und Film. Ein bekannter Roman ist "Ein ernunftbegabtes Tier" (Aufbau Tb 2003 ISBN 3746612225) von Robert Merle. Auch die Figur "Flipper" ausder gleichnamigen Fernsehserie ist sehr bekannt. In "Macht`s gut, und danke für den Fisch" von Douglas Adams erleben wir das Rätsel  einer neuen Erde, ähnlich der alten nur ohne Delfine.

In David Brins Roman "Sternenflut" sind Delfine der Gattung Tureiops und Steno als eine von zwei Rassen (neben den Schimpansen) durch den Menschen mittels genetischer Veränderung auf eine höhere Bewusstseins- und Intelligenzebene "erhoben" worden (engl. "uplifting"). In brins Uplift-Univerum besitzen sie daher eine dem Menschen vergleichbare Intelligenz und Stellung in der Gesellschaft.

Die Schöpfer der "Delfinstrategie" wählte den Delfin als Metapher für ihre anagmentmethode. Als "Delfinflug" bezeichnet man metaphorisch eine im Segelflug angewandte, dem Schwimmstil von Delfinen gleichenden Flugstrategie. 

(Quelle: Wikpedia.de)

           

Legende der verstossenen Prinzessin

 

Die Chinesen sahen in den langschnabeligen, fast blinden Baiji eine Gottheit. Der Legende nach sind die Flussdelfine die Reinkarnation einer Prinzessin, die sich geweigert hatte, einen Mann zu heiraten, den sie nicht liebte. Deshalb wurde sie von ihrem Vater im Fluss ertränkt. (krj/sda)

 

Schon seit Jahrtausenden kennen die Menschen Delfine und sind von ihnen fasziniert. In der Antike galten diese Tiere als heilig und ihre absichtliche Tötung als schweres Verbrechen. Später änderte sich diese Einstellung und Delfine und wurden, ähnlich wie die Bartenwale, in erster Linie als Rohstoffquelle und Konkurrent der Fischer gesehen.

In heutiger Zeit ist das Verhältnis zu den Delfinen gespalten. Auf der einen Seite werden große Bemühungen unternommen, um diese fasziniereden Tiere zu schützen und sie beobachten zu können. Auf der anderen Seite verschmutzt der Mensch bedenkenlos ihren Lebensraum durch giftige Abfälle, gefährdet sie durch seine Fischfangtechniken und in einigen Ländern werden Delfine sogar immer noch gejagt, um ihr Fleisch zu verkaufen.

 

Die Antike
Delfine - schon seit Jahrtausenden kennen die Menschen diese Tiere und sind von ihnen fasziniert.
Die frühesten bekannten Darstellungen von Walen und Delfinen in der Kunst können auf etwa 1500 vor Christus datiert werden. Künstler der minoischen Kultur, die ihre Blütezeit zwischen dem 14. und 4. vorchristlichen Jahrhundert hatte, verwendeten bei ihren Dekormalereien vor allem florale und marine Motive, einschließlich des Delfins.
Dabei wirken diese Wandmalereien und Fresken, die sich zum Beispiel in den Palästen von Knossos und Phaestos finden, sehr lebendig und realistisch. Im Gegensatz dazu zeigen Gemälde späterer Künstler am Mittelmeer Wale und Delfine häufig mit Schuppen und Kiemen.
Aus der ägäischen Kultur übernahmen die Phönizier und Griechen nicht nur die Kenntnisse über Navigation und den Schiffsbau, sondern auch die Ehrfurcht vor den Delfinen. Daher verwundert es nicht, dass sich Darstellungen von Delfinen in großer Zahl auch auf griechischen und später römischen Mosaiken und Skulpturen finden. Auch auf Münzen findet sich häufig das Delfinmotiv, da man glaubte, sie beschützen die Reisenden. Delfine finden sich auf den Münzen von nicht weniger als 40 griechischen Städten.
Der größte Teil unseres heutigen Wissens über die Beziehung zwischen den Menschen und Delfinen in der Antike stammt allerdings aus überlieferten Schriften und Geschichten der Griechen und Römer.
Im Alten Griechenland galten sie als heilig und die absichtliche Tötung eines Delfins wurde als abscheulicher Frevel gegen die Götter gesehen. Die Römer übernahmen den Glauben, Delfine seien die Boten der Götter. Allerdings besaßen sie eine etwas andere Einstellung den Delfinen gegenüber. Die Römer fassten die Tötung eines Delfins nicht mehr als Gottesfrevel auf und ihre Geschichten über Delfine endeten meist, im Gegensatz zu den griechischen, mit dem Tod des Delfins.

 

 

Das antike Giechenland
Die Haltung der Griechen den Delfinen gegenüber war stets von Respekt und Ehrfurcht geprägt. In ihren Mythen und Erzählungen ist der Delfin den Menschen gegenüber nie feindlich gesinnt oder bösartig. Vielmehr glaubten die Griechen daran, dass die Delfine Boten der Götter seien.
In ihrer Gedankenwelt ist der Delfin eng mit dem Meer verbunden, aus dem alles Leben hervorgegangen ist. (Für Homer war Okeanos, der Vater des Meeres, "Ursprung der Götter und alles übrigen.) Außerdem ist Delphys, das griechische Wort für Delfin, verwandt mit dem Wort Delphis, was Schoß, Mutterleib oder Gebärmutter bedeutet.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht weiter verwunderlich, dass es bei den Griechen strengstens verboten war, einen Delfin absichtlich zu töten.
Oppian beschreibt dies wie folgt: "Schändlich ist es, Delfine zu jagen. Nie mehr vor die Götter treten darf der Mann, der mit Absicht ihren Tod herbeiführt. Seine Opfergaben bleiben ungeliebt. Seine Berührung vergiftet die Altäre, und er besudelt alle, die unter seinem Dach leben. So sehr, wie sie das Morden von Menschen verdammen, hassen die Götter den, der Todesqual über die gütigen Herren der Tiefe bringt."
Selbst bei den
Römern , die später viele Vorstellungen von den Griechen übernahmen, galt dieses Verbot schon nicht mehr in dieser absoluten Form.

 

Neben der Geschichte über die Rettung Arions durch Delfine gibt es in der Antike eine Reihe weiterer Erzählungen, die davon berichten, wie Delfine Menschen aus Seenot retten oder von sich aus den Kontakt zum Menschen suchen.
Lange Zeit wurden soche Überlieferungen gerne in das Reich der Legenden verwiesen, aber aufgrund von Berichten und Beobachtungen aus neuerer Zeit (z.B.
Monkey Mia, etc) geht man inzwischen davon aus, dass zumindest Teile dieser Geschichten der Wahrheit entsprechen.
Aus dem antiken Griechenland und der späteren Römerzeit sind aber nicht nur Sagen und Geschichten überliefert worden, sondern die Delfine waren auch Gegenstand wissenschaftlicher Beobachtungen und Untersuchungen.
Der griechische Philosoph und Naturkundler Aristoteles (384 bis 332 v. Chr.) zum Beispiel erkannte bereits damals, dass die Barten- und Zahnwale Säugetiere sind. Folgende Beschreibung findet sich in seinem Werk Historia Animalium (Naturgeschichte der Tiere): „Der Delfin, der Wal und alle Meeressäugetiere – also alle, die ein Blasloch haben anstelle von Kiemen – sind lebendgebärend.“ Außerdem berichtet er darüber, dass sie Lungenatmer sind, lebende Junge zur Welt bringen, welche gesäugt werden und dass ihr Skelett nicht aus Gräten besteht. Weiterhin äußert er sich zu ihren Fähigkeiten Geräusche zu erzeugen und vergleicht diese mit der menschlichen Sprache.
So erstaunlich es klingen mag, aber auch heute weiß man im Grunde nicht viel mehr über die Delfine.
Die Zeit der Römer
Die Römer übernahmen von den Griechen die Vorstellung, dass die Delfine Boten der Götter seinen. Daher ist es nicht weiter erstaunlich, dass bei den Römern die Delfine ebenfalls ein hohes Ansehen besaßen. Dennoch wich ihre Wertschätzung der Delfine zumindest in einem wesentlichen Punkt von denen der Griechen ab: Die absichtliche Tötung eines Delfins wurde nicht mehr als Gottesfrevel angesehen und war somit auch nicht mehr mit einer schweren Strafe verbunden.
Eine Überlieferung des römische Schriftsteller Plinius des Jüngere aus dem Jahre 109 n. Chr. macht dies deutlich:
Ein Junge hatte sich in einem Fischerort namens Hippo Diarrhytus an der Küste Nordafrikas, damals römische Kolonie, im Laufe der Zeit mit einem dort lebenden Delfin angefreundet. Sie schwammen und spielten häufig miteinander und die Zutraulichkeit des Delfins wuchs. Dieses Ereignis sprach sich immer weiter herum und lockte auch schon zu damaliger Zeit Schaulustige an, darunter viele hochgestellte Persönlichkeiten. Diese mussten von den Bewohnern des Ortes beherbergt und versorgt werden, welches für die Bewohner mit hohen Kosten verbunden war. Schließlich wussten sich diese nicht mehr anders zu helfen, als die Ursache der Besucherströme zu beseitigen. Sie töteten den Delfin. 
Neben dieser Geschichte gibt es noch weitere Erzählugen, die von der Freundschaft zwischen Menschen und Delfinen berichten. Diese Überliefertungen galten lange Zeit als Legenden und wurden in der (späteren) Forschung über Delfine nicht berücksichtigt. Aufgrund von Beobachtungen und Berichten aus neuerer Zeit (z.B. Monkey Mia, etc.) geht man aber inzwischen davon aus, dass diese Erzählungen in großen Teilen der Wirklichkeit entsprechen.
Genau wie die Griechen waren die Römer auch wissenschaftlich an den Delfinen interessiert. Besonders das Werk "naturalis historia" von Pilnius des Älteren enthält erstaunlich genaue Angaben über Delfine.
2007: Jahr der Delfine
Mehr Einsatz für einen konsequenten Delfinschutz
14. Februar 2007
Das Jahr 2007 wurde von den Vereinten Nationen zum Jahr des Delfins ausgerufen, um auf die vielfältigen Bedrohungen der Delfine aufmerksam zu machen. Die internationale Gemeinschaft, Regierungen und die Zivilgesellschaft sind aufgefordert sich daher aktiv für den Delfinschutz einzusetzen. Delfine brauchen saubere und ruhige Ozeane, Schutzgebiete und Menschen, die dafür Sorge tragen.
Gefahren für Delfine
Als Wanderer durch unsere Ozeane und Flüsse sind sie durch die unterschiedlichsten Auswirkungen menschlichen Handelns bedroht. Vor allem der Beifang von Delfinen in Fischereinetzen lässt jährlich 300.000 Wale und Delfine qualvoll verenden. Aber auch die Meeresverschmutzung, der Klimawandel und der damit einhergehende Verlust von Lebensräumen sowie die gezielte Bejagung gefährden die globalen Delfinbestände. Andere Bedrohungen gehen unter anderem von Tätigkeiten aus, die diese Tierart verängstigen, vertreiben oder schädigen könnten, wie z. B. Lärmverschmutzung der Meere durch Schiffsverkehr, Windkraftanlagen, seismische Studien und militärische Sonarsysteme. Zudem gefährdet die weltweite Überfischung das Nahrungsangebot vieler Delfinarten.
Die immensen Verluste durch die unterschiedlichen Bedrohungen kann die Art mit ihrer niedrigen Fortpflanzungsrate nicht dauerhaft ausgleichen. Der Chinesische Flussdelfin (auch Jangtse-Delfin genannt) ist ein ausschließlich im Jangtse beheimateter Flussdelfin, der bereits als ausgestorben gilt. Auch der seltene La-Plata Küstendelfin in Südamerika ist durch Fischernetze erheblich vom Aussterben bedroht.
Information und Bildung
Wichtige Faktoren für einen konsequenten Delfinschutz sind die Aufklärung der Bevölkerung, um auf die Delfinarten und die sie bedrohende Gefährdung aufmerksam zu machen, sowie die gezielte Information der Entscheidungsträger und die Einbeziehung lokaler Gemeinschaften. Das Jahr des Delfins ist deshalb auch Bestandteil der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Die Aufklärungskampagne während des Jahres des Delfins und darüber hinaus ist auch ein wertvoller Beitrag zur Erreichung der europäischen Zielvorgabe zum Stopp des Verlustes der Artenvielfalt bis 2010.
Grüne Ziele während des Jahres des Delfins
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werden das Jahr des Delfins dazu nutzen, um auf die unterschiedlichen Bedrohungen der Delfine aufmerksam zu machen. Das Ziel aller sollte es sein, die Schaffung geeigneter Meeresschutzgebiete und die Ausweitung des globalen maritimen Schutzgebietesnetzes voranzutreiben. Die Bundesregierung ist zudem im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft aufgefordert, den Delfinschutz auf der vom 3. bis 15. Juni 2007 stattfindenden 14. Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutz-Abkommens (CITES) konsequent einzufordern.
Auswirkungen von Militärsonar auf Meeresumwelt
Mit einer aktuellen Kleinen Anfrage an die Bundesregierung (Drs. Nr. 16/ 4272) wollen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN das Thema militärische Sonarsysteme und ihre Auswirkung auf die Meeresumwelt stärker in den Fokus rücken. Sonarsysteme sollten nur dann eingesetzt werden, wenn eine Schädigung der Delfinpopulationen ausgeschlossen werden kann.
Arten- und Tierschutz für in Gefangenschaft lebende Delfine und Wale verbessern
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern strengere Importrichtlinien und bessere Haltungsverhältnisse für Delfine und Wale, die in die Europäische Union und nach Deutschland für kommerzielle Zwecke importiert werden. Hintergrund ist die Tatsache, dass immer noch zu viele der unter Artenschutz gestellten Tiere aus Wildfängen illegal nach Europa eingeführt werden. Der Zustand zahlreicher Große Tümmler- und Weißwalpopulationen, insbesondere jene, die vom Lebendfang für Delfinarien betroffen sind, ist bedenklich. Ihrer Erhaltung ist gefährdet. Die Neuerrichtung von Delfinarien und die dadurch notwendige Versorgung der Anlagen mit Delfinen und Walen erhöhen den Druck auf weitere Einfuhren wild gefangener Tiere.
Auch die Transport- und Haltungsbedingungen entsprechen nicht den biologischen Bedürfnissen der Tiere. Delfine und Wale sind bei der Gefangennahme und dem Transport erheblichem Stress ausgesetzt. Auch bei der Haltung existieren zahlreiche Probleme. Die Einrichtung der Gehege und Becken ist nicht an den Bewegungs-, Ruhe-, Schutz- und Ernährungsbedürfnissen sowie an den sonstigen essenziellen Verhaltensweisen der Tiere ausgerichtet.
Dies ist aus Sicht des Arten- und Tierschutz nicht tolerierbar. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben deshalb die Bundesregierung gefragt (Drs. 16/1378), ob und wie sie diese unzumutbaren Bedingungen für in Gefangenschaft lebende Delfine und Wale beseitigen will. Wir fordern, dass Fragen des Tier- und Artenschutzes wirtschaftlichen Interessen nicht untergeordnet, sondern gleichrangig berücksichtig werden.
 

23.09.2009 10:30:58 

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