Licht und Dunkelheit
(für meine beste Freundin und Seelenschwester - Bin immer da!)

Ich schrecke auf.
Das Kissen nass von Tränen.
Ich spüre den Druck.
Er schnürt mir die Luft ab!

Dass Mondlicht fällt durch das Fenster.
taucht mein Zimmer in ein silbriges Licht.
Ich glaube deine Stimme zuhören.
Dieser Druck, er stammt von dir!

Im sanften Sternenlicht, verschwimmen die Schatten.
Sie formen dein Gesicht.
Die traurigen Augen voller Schmerz und Hilflosigkeit.
Du brauchst mich!

Wie oft bin ich nun schon so aufgewacht?
Ich kann es nicht mehr zählen.
Die Verbindung zwischen uns ist stark.
Und doch so neu und ungewohnt!

Ein unsichtbares Band verbindet uns.
Wie ein Lichtstrahl durchdringt es unsere Herzen.
Wie das Mondlicht in der Nacht.
Es ist nur in der Dunkelheit sichtbar!

Ich versuche wieder zu schlafen.
Der Druck lässt mich nicht atmen.
Die Angst legt sich wie eine Decke über das Mondlicht.
Versucht es zu verdrängen!

Doch die Hoffnung und die Liebe zu dir, strahlen hell.
Verdrängen die Dunkelheit wieder ein Stück.
Morgen werden wir reden.
Der lichte Schatten, dein Gesicht, lächelt!

Wir geben uns Kraft, das Band ist fest.
Ich höre dir zu.
Du saugst jedes Wort ein wie ein Schwamm.
Wieder haben wir die Dunkelheit besiegt!

Doch der Kampf geht weiter.
Er beginnt jeden Tag aufs neue.
Doch solange unser Band im Licht erstrahlt,
werden wir immer wieder siegen!

Toter Engel – Zurück ins Licht
 ( Sis, gemeinsam schaffen wir alles!)
 
Der Raum ist dunkel und kalt.
Ich geh weiter, spüre den Regen.
Dort irgendwo bist du allein und kalt.
Gehe weiter, immer weiter – muss dich finden.
 
Schritte hallen in der Leere wieder.
Der Atem so laut und schnell.
Angst ist greifbar, geht immer tiefer.
Ich rufe dich – meine Stimme erklingt hell.
 
Da seh ich das sanfte Leuchten - sehe dich.
Der Käfig so klein und kalt.
Deine Augen so flehend – du siehst mich.
Es ist noch nicht zu spät.
 
Schwarze Fesseln matt schimmern.
Der Rücken voller Blut.
Dort wo einst deine Flügel waren.
In mir brennt die Glut.
 
Meine Hände fassen das Gitter.
Mit meiner Liebe brech ich es auf.
Da ertönt das Gewitter.
Dich stützend, helf ich dir auf.
 
Zerschundene Seele, so traurig und Hoffnungslos.
Ich schließe dich in meine Arme – halt dich fest.
Lass meine Wärme in dich strömen – reiß die Fesseln los.
Ein gequältes Stöhnen dringt aus deiner Brust.
Hülle dich in meine Flügel aus Licht.
Deine Wunden heilen langsam.
Der eiserne Ring um dein Herz zerbricht.
Dir wird wieder warm.
 
Trage dich aus dem Dunkel, ins Licht.
Zaghaft deine Seele weint.
Wenn Kälte und Hass zerbricht.
Wir nun zusammen sind.
 
Irgendwann wirst du wieder fliegen.
Auch wenn Flügel lange brauchen - um zu wachsen.
Bis dahin werden wir gemeinsam fliegen.
Und das nicht nur in unseren Träumen.
 
 
Niemand
 
Du bist Niemandes Diener.
Vor Niemanden beugst du deine Knie.
Doch überhörst du die Lieder.
Sie erreichen dich nie.
 
Du sagst du bist Niemandes Affe.
Das Niemand dich dressiert.
Doch hast du dich jemals gefragt wie ich es schaffe.
Wie das Leben zu zweit sein wird.
 
Nein, du bist Niemandes Sklave.
Niemand bestimmt über dein Tun.
Doch wirkst du wie eine Larve.
Klein, einsam und stumm.
 
So hilflos und allein, sollst du nicht sein.
Die Liebe wird dich finden – auch wenn es dich nicht interessiert.
Niemand ist ein Schweinehund, lässt dich allein.
Drum bau nicht auf ihn, denn dann hat ER dich dressiert.
 
Trenn dich von Niemand und kehr ins Leben zurück.
Nimm die Liebe an, die dir begegnet.
Lass sie in dein Herz und du findest dein Glück.
Auf das es für dich Immer Juwelen regnet.
 
 
Mein Engel der Nacht
 
Ich spann meine Flügel auf.
Sie sind wunderschön und strahlendweiß.
Vom Wind getragen in den Himmel hinauf.
Die Sehnsucht trägt mich fort – ganz leis´.
 
Fort zu ihm – dem dunklen Engel der Nacht.
Seine schwarzen Augen vor Leidenschaft brennen.
Die Arme so stark, wenn er über mich wacht.
Wann erfüllt sich mein Sehnen?
 
Er ist so stark, so mutig und schön.
Es zieht mich zu ihm – immer wenn ich ihn sehe.
Doch nur in meinen Träumen kann ich ihn spüren.
Nur dann ich mit ihm gehe.
 
Nebel verspiegeln den Blick – machen alles unsichtbar.
Um meinen Körper spür ich seine dunklen Schwingen.
Wann wird dieser Traum nur wahr?
Wird er mir den Frieden bringen.
 
Mein dunkler Engel der Nacht – so heiß.
Der Engel des Lichts dich so sehr begehrt.
Ich eile zu dir, jede Nacht – ganz leis`.
Doch der Wecker uns das Glück verwehrt.
 
 
Wundes Herz
 
Du armes wundes Herz,
liegst auf der Straße – allein.
Ich spüre deinen Schmerz,
heb dich hoch – du bist so klein.
 
Du pulsierst und zitterst,
bist so verletzt und kalt.
Spüre deine Sehnsucht,
schließe dich in meine Arme -halt dich fest.
 
Trag dich fort,
weg von diesem Platz.
Zu einem sicheren Ort.
Hüte dich wie einen Schatz.
 
Lege dich in weiche Kissen.
Hüll dich ein in Liebe und Licht.
Irgendwann wir er dich vermissen.
Erkennt dass du brichst.
 
Dann wird er kommen - dich suchen.
Ich sehe seine Tränen blitzen.
Sie tropfen auf deine Wunden.
Sehe wie sie heilen.
 
Und wenn er mich bittet,
du mein Schatz,
Dann geb ich dich ihm mit.
Du geheiltes Herz.
 
 
28.09.2009 20:52:13
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