Hoffnung auf Liebe
 
Der graue Alltag oft zu viel.
Jeder spielt hier sein Spiel.
Die Farben längst verblasst.
Das Leben wird zur Last.
 
Sehe Schatten im Regenbogenland.
Bauen wir Häuser auf Sand.
Wenn die Sonne kälter wird,
und die Sehnsucht leise stirbt.
 
Hier spielt jeder mit jedem sein Spiel.
Vertrauen ist der Weg und Glück das Ziel.
Doch wenn man Mut zur Liebe hat,
Hand in Hand durch den Sturm der Zeit – immer Halt.
 
Illusionen mit der Wirklichkeit übermalt.
Im Dunkel regieren Angst und Gewalt
Wo ist die Liebe noch zu finden – wer gibt uns Halt.
Die Liebe wird  mit Hoffnung bezahlt.
 
Nur wenn das Herz es auch wirklich will,
dann ist Mut der Weg und Vertrauen das Ziel.
Das Grau wird mit Hoffnung übermalt.
Die Liebe siegt über die Gewalt.
 
Ich weiß, das der Himmel auch Grenzen hat,
und am Ende bleibt nur ein weißes Blatt.
Doch egal was immer mit uns passiert.
Ich will nicht, das die Welt die Liebe verliert.
 
 
Grauen der Vergangenheit
 
 
Dunkel ist das Zimmer.
Ich liege wieder wach.
Erinnerungen kommen wieder.
Der Traum wirkt noch nach.
 
Zitter hier und bin allein.
Mir ist kalt und doch schwitze ich.
Niemand sieht wie ich wein.
Wer hält und tröstet mich.
 
Was damals geschah - es kehrt zurück.
Damals war ich noch klein.
Habs verdrängt doch kehrt es wieder - Stück um Stück.
Und niemand hört mein schreien.
 
Die Mauern die ich zog wurden höher und fester.
Ließ niemanden mehr hinein.
Meine Seele versteckt und sicher.
Doch blieb ich nicht klein.
 
Wurde erwachsen -  immer wieder verletzt.
Die Seele wund – kein Vertrauen mehr.
Bis jemand mein Herz besetzt.
Zu Vertrauen scheint nicht mehr schwer.
 
Denn gibst du dein Herz, musst du vertrauen.
Zu Lieben bedeutet Mut.
Doch wird die Vergangenheit bleiben.
Wie ein Schatten, immer da – bin auf der Hut.
 
Der Körper die Schmerzen längst vergaß.
Doch die Seele es noch immer weiß.
Mein Herz zerspringt wie Glas.
Die Tränen laufen heiß.
 
Liege im Dunklen und sehe wieder sein Gesicht.
Bin wieder fünf, hilflos und allein.
Nie kam er vor Gericht.
Werde immer alleine wein.
 
Wünschte du wärst hier bei mir.
Wie ein Fels, eine Mauer – denn meine stürzte ein.
 
(Erinnerungen an den Missbrauch)
 
 
Grauen in der Nacht
 
Wieder schreiend aufgewacht.
So wie fast jede Nacht.
Zieh die Decke bis zum Kinn.
Wann macht alles einen Sinn.
 
Sah mich über Felder fliegen.
Fühlte mich als könnte ich immer siegen.
Doch dann zogen Wolken auf.
Das Drama nahm nun seinen Lauf.
 
Gewitterwolken schwarz und schwer.
Trieben mich vor sich her.
Der Wind verfing sich in meine Schwingen.
Die Suche nach Halt wurde zu einem ringen.
 
Im Schatten der Berge konnte ich ihn sehen.
Das verhasste Gesicht – er lässt mich nicht gehen.
Der Alptraum meiner Kindheit ist zurück.
Mit ihm meine Angst – ein großes Stück.
 
Gewitter und Sturm –treiben mich fort.
Zwingen mich zu diesem Ort.
Tränen brennen auf meinem Gesicht.
Die Dunkelheit verschlingt das Licht.
 
Meine Kräfte schwinden immer mehr.
Alles tut weh – schmerzt zu sehr.
Meine Seele schreit nach Hilfe – niemand sie hört.
Mein Weg unaufhaltsam in den Abgrundführt.
 
Ich ruf nach dir – doch hörst du es nicht.
Spüre wie im Sturm meine Stimme bricht.
Kurz vor dem Aufprall wach ich auf.
Und das Leben nimmt weiter seinen Lauf.
 
Niemals wirst du meine Tränen sehen.
Nie hörst du mein Flehen.
Denn mein Mund der schweigt.
Wer dir den Weg zu mir zeigt.
 
 
(Erinnerungen an den Missbrauch )
 
 
Trotz allem überleben
(Erinnerungen an einen Missbrauch)
 
Vor mir die Dunkelheit.
Gehe langsam darauf zu.
Sehe meine Vergangenheit.
Die Türen schlagen nicht mehr zu.
 
Erkenne was geschehen war.
Habe Angst und zitter leicht.
Er in der Dunkelheit immer dar.
Warum geht es mir so schlecht.
 
Hab ich nicht schon viel erreicht.
Trotz allem hab ich überlebt.
Mit jedem Tag der neu beginnt – es ist nicht leicht.
Doch ich hab überlebt.
 
Er bestimmt mein Leben nicht mehr.
Hat schon viel zu viel kaputt gemacht.
Es ist schon so lange her.
Doch er hat über mich keine Macht.
 
Bin stärker als er.
Er ist eine armselige Kreatur.
Ich bin eine starke Seele – kein Opfer mehr.
Mein Leben brauchte diese Korrektur.
 
Ich bin eine Überlebende.
Niemals kann er mich zerstören.
Kämpfen habe ich gelernt – Ich lebe.
Weinen wird er mich niemals hören.
 
Trotz allem werde ich überleben.
Er nahm meinen Körper.
Ich werde weiter leben.
Die Wunden sind schwer.
 
Sie heilen langsam – Stück für Stück
Meine Seele ist stark und unbeugsam.
Ich finde wieder mein Glück.
Ganz sicher - wenn auch langsam.
 
28.09.2009 20:36:48
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