Kennst du das auch
 
Manchmal weine ich, ob wohl ich lachen will.
Wenn ich grade aus gehe, beweg ich mich doch im Kreis.
Kennst du das auch?
 
Wenn ich reden will, schweigt mein Mund.
Manchmal bin ich schon morgens müde.
Kennst du das auch?
 
Manchmal macht mich die Sonne blind.
Und im Dunkeln kann ich sehen.
Kennst du das auch?
 
Draußen ist es warm, doch mir ist kalt.
Gefriert der Fluss wird mir heiß.
Kennst du das auch?
 
Manchmal wollen wir nichts sehnlicher, als die Liebe spüren.
Doch wir stoßen das Herz fort und hüllen uns in Verachtung.
Kennst du das auch?
 
Dann stehe auf und kämpf.
Es ist nie zu spät einen neuen Weg zu gehen.
Kommst du mit mir mit?
 
 

Kinderglück

Kleine Hand auf weichen Nüstern,
man hört ein leises Flüstern.
An der Haut das weiche Fell,
Kinderlachen erklingt hell.

Großes Tier mit langer Mähne,
in der ich Kinderhände wähne.
Sanfter Riese, kleiner Reiter,
das Leben wird jetzt heiter.

Bewegung neu erleben,
lass die Erde beben.
Mit allen Sinnen sein,
mach dich nicht klein!

Auf vier Hufen die Welt entdecken,
sich nicht mehr verstecken.
Auf vier Hufen ins Glück,
ganz leise Stück für Stück.

Eigene Wege gehen,
auf eigenen Beinen stehen.
Auf dem Pferd dem Himmel so nah,
Weißt du was ich da sah?

Ängste überwinden,
neue Freuden finden.
Therapie - was hier?
Ja, das geht, ich sag es dir.

Pferde und Kinder - aber wie?
in der Reittherapie!
Aus dem Chaos ins Leben zurück,
das nenne ich Kinderglück.

(eine Hochachtung vor der Reittherapie und den Kindern)
 
 
Kleines Sternenkind

Du bist das Sternenkind.
Noch bist du zart und klein.
Deine Eltern immer bei dir sind.
Auch wenn du glaubst du bist allein.

Deine Eltern sind sich so nah.
Auch wenn sie getrennt am Himmel stehen.
Glaub es mir, denn es ist wahr.
Ich kann sie strahlen sehen.

Deine Mutter ist die Sonne – so warm.
Dein Vater ist der Mond – der kühle.
Sie nehmen dich in den Arm.
Zeigen dir ihre Gefühle.

Hab keine Angst, kleines Sternenkind.
Auch wenn sie nicht immer zusammen stehen.
Sie doch immer in deiner Nähe sind.
Auf deinem Lebensweg, sie mit dir gehen.

Drohen sie zu fallen – der Himmel sie nicht hält.
Brauchst du ein weiches Bett aus warmer Erde.
Dann bin ich da – bin die blaue Welt.
Fang sie auf, Halte dich – das alles gut werde.

Oh Sternenkind – du brauchst nicht weinen.
Das Universum dein Spielplatz ist.
Auf all deinen Wegen – denn großen und den kleinen.
Ein starkes Trio immer mit dir ist.

Sie heißen: Sonne, Mond und Erde.
(eine Liebserklärung an mein Patenkind)
 
 
Pegasus
 
Leise weht der Wind,
Da hör ich ein leises klingen.
Über mir rauschen Schwingen.
Fühl mich plötzlich wie ein Kind.
 
Im Mondlicht erstrahlt das seidige Fell.
Das Horn es blitzt in der Nacht.
In der Ferne schreien die Dunkeln grell.
Ich weiß, dass er über mich wacht.
 
Gehe langsam zu ihm und knie mich nieder.
Er senkt den Kopf und schaut mich an.
In mir erklingen die schönsten Lieder.
So weich sind seine Nüstern.
 
Die dunklen Augen wie zwei Sterne,
Beugt er seine Knie – lädt mich ein.
Steige auf – Schau in die Ferne.
Um uns legt sich ein heller Schein.
 
Er breitet seine weißen Flügel aus.
Trägt mich fort aus der Dunkelheit.
Aus der Angst hinaus.
Fort in die Ewigkeit.
 
Ich habe ihn gesehen,
durfte ihn reiten.
Einhorn mit Flügeln.
Pegasus, Pferd der Götter - aus meinen Träumen.
28.09.2009 20:25:00
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