Das Ende der Menschen
 
Ich finde es nicht gut,
wie die Menschen sich geben.
Es erfüllt mich mit Wut,
zu sehen wie sie leben.
 
Sie glauben sie sind der Hit,
das Beste der Natur.
Doch wie sehr diese unter ihnen litt,
dafür haben sie ein Schulterzucken nur.
 
Die Meere verdreckt,
die Wälder verschwunden.
Im Netz der Delfin verreckt,
Die Tiere bis aufs Blut geschunden.
 
Selbst die eigene Spezies ist ihm nichts wert,
Mord und Gewalt für jeden.
Die Kinder zittern und weinen heut,
füllen die Meere mit ihren Tränen.
 
Armut streckt die Hände aus,
fleht und bittet um Gnade.
Der Mensch weicht ihr aus,
Ist sie doch unter seiner Würde.
 
Der Mensch sieht nur sich allein,
kennt die Anderen nicht.
Es fällt ihm nicht mehr ein,
das er diese Welt zum Überleben baucht.
 
Und wenn er dann alles vernichtet hat,
ist das Jammern groß und die Freude fort.
Und der Einzige der dann noch lacht,
ist der Letzte der noch bleibt – der Tod.
 
 
Das Einhorn ist zurück
Die Stadt grell und grau.
Sie erdrückt mich mit stumpfer Last.
Will hier raus – wo bist du?
Dieser Schmerz in meiner Brust.
 
Herz gefriert – kann mich nicht wehren.
Blumen und Licht erdrückt – keine Wahl.
Nimmt mir die Luft zum Atmen.
Diese Welt aus Beton und Stahl.
 
Vergessen scheinst du – Traum vom Glück.
Licht kalt wie Eis – lässt die Sonne gefrieren.
Wann kehrst du zurück?
Wann wirst du wieder siegen?
 
Nur im Schutz der Träume, du sicher bist.
Die Welt, doch ohne dich verloren ist.
Drum bitt ich dich – nimm an die Last.
Auch wenn du eins der Letzten bist.
 
Kehr zurück in diese erstarrte Welt.
Erfülle sie mit neuem Leben.
Zeig den Menschen, was wichtiger ist als Geld.
Komm zurück du reinstes aller Wesen.
 
Das Tor zum Reich der Träume geht auf.
Warmes Licht und reine Musik, bringen neues Leben.
Langsam tauen die Herzen wieder auf.
Dank dir und den deinen.
 
Oh, wunderbares Einhorn. – Du bist zurück!
 
Engel im Sturm
 
Der Sturm peitscht das Meer.
Ich stehe auf der Klippe, starr auf die Wellen.
Beug mich vor – werde ich wohl fallen.
Doch wenn, wer rettet mich –wer.
 
Der Wind reißt an meiner Kleidung.
Meine Haut gefriert – genau wie mein Herz.
Meine Flügel brechen, in mir brennt ein tiefer Schmerz.
Brennender Blick wandert zu deiner Festung.
 
Über den Klippen im weichen Sand, mächtig und hoch.
Hier lebst du, zogst dich hier zurück.
Wann erkennst du dein Glück.
Es wartet auf der Klippe – doch wie lange noch.
 
Der Zug der Tiefe ist stark.
Die dunklen Tiefen locken mit dem Vergessen.
Das Lebensmeer wird niemanden zurück lassen.
Es zieht dich mit, doch bin ich noch stark.
 
Ich warte und sehe deinen Schatten - doch dich sehe ich nicht.
In meinen Augen schimmern Tränen.
Es sind von der Seele die Juwelen.
Ich schenk sie dir – mein Herz das bricht.
 
Die Mauern deiner Festung reißen ein.
Sie bröckeln und du erkennst nicht warum.
Sie zerbrechen wie mein Herz, sieh dich um.
Siehst du nicht wie ich wein.
 
Will dich nicht verschrecken, dich bedrängen.
Drachen werden sonst für immer fliehen.
Das weiß ich, drum hüllt dich ein mein Schweigen.
Doch besteht die Festung aus der Liebe in meinem Herzen.
 
Und wenn Drachen fliehen, sich verstecken.
Weinen Engel bittere Tränen.
Verlieren sie ihre Flügel, vergessen zu fliegen.
Und wenn das geschieht werden sie zurück fallen.
 
Hinunter in die Weiten des Meeres.
Werden fortgerissen vom Strom der Zeit.
Doch noch bin ich stark genug, es ist noch nicht so weit.
Ich stehe hier und warte. – Am Rand des Meeres.
 
 
Der Weg nach vorn
 
Der Nebel dicht und grau.
Gehe langsam – bin fast blind.
Auf meiner Haut der feuchte Tau.
Ich weiß, dass sie dort irgendwo sind.
 
Kann ihre Nähe spüren.
Geräusche, so fremd- wie durch Watte.
Werden sie das Vergessen  schüren.
Meine Schritte verhalten vor der Hütte.
 
Die Wände aus schwarzem Holz.
Fenster blind – der Wald so stumm.
In mir brennt der Stolz.
Doch bin ich nicht dumm.
 
Stehe dort und gebe acht.
Um mich her graue Schleier der Dämmerung.
Ich bin nicht allein – du gibst acht.
Glaubst du an die Fügung.
 
Knarrend öffnet sich das Tor.
Hell schneidet das Licht durch das Grau.
Vor mir steht das Schicksal und öffnet das Tor.
Der Eingang zur Zukunft steht mir nun offen – mir wird flau.
 
Zweifel und Angst um wabern mich.
Doch das Licht der Hoffnung mir entgegen strahlt.
Mein Herz das sucht nur dich.
Dein Brüllen klingt nur dumpf durch den Nebel der sich ballt.
 
Meine Augen weinen Flammende Tränen.
Sie brennen heiß - doch mir ist kalt.
Kann nicht zurück, muss weiter - kämpf gegen das Sehnen.
Trete durch die Tür - hinter mir verschwindet der Wald.
 
Schau nur nach vorn in das Licht.
Höre dich – spüre deine Nähe.
Mein Herz das bricht.
Mein Weg führt weiter – doch was tust du wenn ich gehe.
 
Ich weiß es nicht – Tränen so heiß - das Schicksal lacht.
Kann nicht still stehen - Stillstand bedeutet sterben.
Doch jeder Schritt quält - Der Weg aus Scherben gemacht.
Immer nur Schmerzen bei jedem Schritt – doch das bedeutet Leben.
 
Und ich werde Leben!
Niemals aufgeben!
Immer nach vorne streben!
Immer alles geben!
 
(Abschied vom Drachen)
 
28.09.2009 20:05:19
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