Mein Drache
 
Drachen fliegen hoch und weit.
Die Flügel rauschen im Wind.
Stehe hier und fühl mich befreit.
Fühl mich wie ein Kind.
 
Sehe hinaus in die blauen Weiten.
Sehne mich fort von hier.
Würde dich gern begleiten.
Dann gebe es nur noch, wir.
 
Der Wind umspielt mein Haar.
Trägt die Blumen fort zu dir.
Vergiss was auch immer war.
Komm in den Frieden - komm zu mir.
 
Spiele auf der gläsernen Flöte der Harmonie.
Der Wind trägt das Lied der Liebe zu dir.
Die Drachen beginnen zu tanzen, wie noch nie.
Die Melodie trägt sie her zu mir.
 
Gefangen vom Zauber der Melodie, sinken sie nieder.
Doch der den ich suche ist nicht dabei.
Wo bist du – welcher Wind trägt dich her?
Der Himmel ist dein Zuhause, hier bist du frei.
 
Sehne mich nach dir, möchte mit dir gehen.
Mein Lied erklingt klar und Glocken gleich.
Es tanzt mit dem Wind – die Drachen mit ihm fliegen.
Der Anblick macht mein Herz weich.
 
Da hör ich ein bekanntes Brüllen.
Du gleitest auf den Winden - zu mir.
Die Melodie verbindet unsere Herzen.
Du tanzt mit der Melodie – es gibt ein wir.
 
Der Wind bauscht meine Kleider.
Du landest vorsichtig neben mir.
Endlich sehen wir uns wieder.
Dein Kopf liegt neben mir.
 
Nun spiel ich nur für dich die Lieder.
Harmonie, Liebe und Frieden erklingen.
Setze mich neben dich nieder.
Unsere Herzen gemeinsam singen.
 
Engel und Drache
 
Donner hallt von den Bergen wieder.
Der Boden vibriert – mein Atem stockt.
Über all nur Wände aus Fels – langsam sink ich nieder.
Sitz auf den Knien – bin geschockt.
 
Wenn sie kommen bin ich hier.
Kann nicht mehr fliehen –kann nirgends hin.
Meine Seele schreit um Hilfe – ruft nach dir.
Doch vielleicht macht das hier ja einen Sinn.
 
Bin gerannt, bis zur totalen Erschöpfung.
Nun bin ich hier in dieser Schlucht.
Warte auf die Horde – noch hab ich Hoffnung.
Das Dröhnen ihrer Schritte trifft mich mit Wucht.
 
Tränen tropfen vor mir in den Staub.
Die dunkle Horde immer näher kommt – wie Diebe
Diese Horde der Gewalt und Angst - ist auf Raub.
Sie wollen mein Herz - meine Liebe.
 
Zitternd heb ich den Blick – zu den Wolken hinauf.
Warte und Hoffe auf das Licht.
Sie rücken näher – langsam steh ich wieder auf.
Sehe ihren Hass, ihre Kraft – mein Herz bricht.
 
Allein, kann ich ihnen nicht widerstehen.
Bin zu schwach – die Flügel unheilbar.
Meine Hände leuchten schwach – das Licht nicht zu sehen.
Die reine Kraft schwindet dahin – mir wird sonderbar.
 
Die dunkel Mauer zerstört alles Leben auf ihrem Weg.
Ein Engel sie allein nicht aufhalten kann.
Doch gebe ich nicht auf – dies ist der letzte Weg.
Mein Licht es wird verschluckt – wer hilft mir dann.
 
Hass gegen Liebe – Hoffnung gegen Mutlosigkeit.
Wer gewinnt diesen Kampf – kann allein nicht siegen.
Die Gewalt mich niederdrückt – mein Herz voll Mutlosigkeit.
Da hör ich das Rauschen hoch am Himmel – sehe dich fliegen.
 
Dein Gebrüll lässt die Berge erzittern.
Die Horde erstarrt zu Eis.
Deine Wut lässt es gewittern.
Meine Haut brennt heiß.
 
Mit deinem Feuer der Freundschaft den Hass verbrennst.
Die Dunkelheit im Licht der Liebe zerfällt.
Mein Herz vor Freude singt – spürst du wie es sich sehnt.
Mein Licht erblüht – schleuder es auf den Hass, bis er zerfällt.
 
Sink vor dir auf die Knie – heftig klopft mein Herz.
Dein Kopf dicht vor mir – deine Augen sanft und klar.
Spüre dein Leid – spürst du auch meinen Schmerz.
Engel und Drache vereint – so werden Wunder wahr.
 
Mit Kinderaugen
 
Sitz auf dem Spielplatz.
Schaue den Kindern beim Spielen zu.
Ihrem Lachen hör ich so gerne zu.
Es ist auf der Welt der größte Schatz.
 
Sehe wie sie toben und sich des Lebens freuen.
In meinen Augen schwimmen Tränen - doch lächel ich.
Mein Herz schlägt für Kinder und auch für dich.
Kinder werden uns immer in die Seelen schauen.
 
Sehe wie sie sich über kleine Dinge freuen.
Still verharren sie und schauen einer Schnecke zu.
Deshalb liebe ich die Kinder so – verstehst du.
Ein Regenwurm lässt sie schon staunen.
 
Wenn wir nur manchmal die Welt mit Kinderaugen sehen.
Und unsere Herzen für die kleinen Wunder öffnen.
Dann können wir Kraft für unser Leben schöpfen.
Und in das Land der Wunder – ins Reich der Fantasie - gehen.
 
25.09.2009 22:00:07
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