Leseprobe zu P.E.M.

P.E.M. Projekt Evolution Mensch
Mutantendämmerung
 
2020: John Heart kommt den Machenschaften des Professors für Gentechnik, Victor Markes auf die Spur. Bei seinen Ermittlungen führt ihn sein Weg von Amerika nach Deutschland, wo er in Lebensgefahr gerät.
Schwer verletzt wird er von der jungen Samantha Brand gefunden und versorgt. Sie hilft ihm dabei sein Gedächtnis wieder zu erlangen und entdeckt dabei ihre verschüttete Gabe wieder, sowie ihre Liebe zu dem geheimnisvollen Mann.
John spürt eine fast magische Anziehungskraft, die ihn immer mehr zu Samantha hinzieht.
Doch als er sich ihr offenbaren will, kommt ihm Victor Markes auf die Spur.
Dieser erkennt in Samantha das Wesen, auf das er schon seit Jahrzehnten wartet, und bringt sie in seine Gewalt.
In seinem Forschungsinstitut Gene Hope unterzieht Markes sie Gen Experimenten, die sie immer weiter in den Wahnsinn treibt und ihre versteckte Gabe wecken.
Gelingt es Samantha sich aus Markes Fängen zu befreien und den Wahnsinn zu besiegen und ist Johns Liebe stark genug um ihre gemarterte Seele zu heilen?
Ihr Kampf um ihre Liebe und die Freiheit, führt sie immer tiefer in Markes Machenschaften hinein. Bald erkennen sie, was die Absichten hinter den abscheulichen Experimenten sind. Doch wird es ihnen gelingen ihn zu stoppen?
Und was hat es mit der Legende über die Auserwählte auf sich?
 
Ihre Augen glühten, immer weiter drang sie in seinen Geist ein.
Ihr Hass riss schmerzhafte Wunden, ließ seine Augen und Ohren bluten.
Blut schmeckend verlor er die Kontrolle über seinen Körper.
Er erkannte zu spät, dass er einen Fehler gemacht hat.
Er hatte das mächtigste Wesen erschaffen, Liebe durch Hass er setzt, und – er hatte die Kontrolle über sie verloren!
Doch - hatte er diese überhaupt je gehabt?
 
Wenn Schmerz und Wahnsinn die Seele in Hass gefangen hält kann nur die Wärme der Liebe sie retten.
 
 

(Dies ist ein Ausschnitt aus dem ersten Kapitel)

2021 in Amerika.
Dunkel. Dumpf und irgendwie verzerrt drangen Laute in ihr Bewusstsein. Ihr Kopf war leer. Die junge Frau wusste weder wo sie sich befand, noch seit wann sie in diesem Albtraum gefangen war. Selbst ihr Name floh vor ihr und ließ sich nicht fassen. So sehr sie sich auch bemühte, er schlüpfte immer wieder durch die Maschen des Wahnsinns, die sich immer enger zuzogen. Die aus der Verzweiflung geborene Idee, dass sich das alles nur in ihrer Fantasie abspielte, wurde immer dann zerschlagen, wenn sie von den Schmerzen überrannt wurde.
Ein innerliches Verbrennen, das Zerren und Ziehen wurde von dem Gefühl des `Auseinanderbrechens` abgelöst. Dass es einmal eine Zeit ohne Schmerzen gegeben haben konnte, war für sie wie eine Rettungsleine aus Stacheldraht, nach der man griff, um sie sofort wieder loszulassen, damit man dem Schmerz entging.
Doch wurden die Schmerzen von ihrer Angst noch übertroffen. Die Angst vor dem was geschah, wenn die Tür zu ihrem Gefängnis geöffnet und sie wieder in einen neuen Sog aus Folter und Pein geworfen wurde. Jedes Mal lief ihr die Angst in kalten Schauern über den Rücken und klärte für einen Bruchteil von Sekunden ihren Geist. Dann konnte sie Bilder aus ihrer Vergangenheit sehen. Bilder, die sie an ein anderes Leben erinnerten. Dabei wurden Gefühle hervorgerufen die, in ihrer Wärme, in all dem Schmerz und der Kälte irreal erschienen. Diese Erinnerungen waren jedoch noch schmerzhafter als ihre körperliche Pein. Sie kamen einem Schock gleich und schienen sie zu verhöhnen. Der Wahnsinn zog tiefer in ihren Geist ein und lachte sie aus. Aus Angst und dank ihres Überlebenswillens, verschloss sie diese Bilder tief in ihrem Inneren und verwehrte sich den Zugang. Sie wollte nicht noch mehr leiden. Sie wollte überleben!
Ihr Körper ergab sich den Schmerzen, krümmte sich zusammen. Jeder Muskel verkrampfte sich. Als sich die Zähne in die Unterlippe gruben ließ sie der Blutgeschmack würgen. Doch wollte sie nicht schreien. Eine erneute Schmerzwelle riss ihre Lippen dann doch auseinander. Ihr Schrei vermischte sich mit dem anderen, immer gegenwärtigen, Geschrei und bildete für kurze Zeit eine grausige Einheit.
Jäh vernahm sie wieder die schweren Schritte, die sich ihrer Zelle näherten. Das Klingen von Metall und ein Schaben, als die Tür geöffnet wurde. Ein großer dunkler Schatten schob sich vor das Loch aus grellem Licht. Der Schrei, der sich nun einen Weg über ihre Lippen bahnte, war ein Schrei der Angst. Panisch zog sie sich, auf dem Po rutschend, bis zur Wand zurück. Grobe Hände packten sie und hoben sie hoch. Da sie wusste, dass nun alles was sie tat von diesen Bestien als Gegenwehr aufgefasst werden würde, ließ sie sich in eine Starre fallen. Sie hatte einfach nicht genug Kraft, um zusätzliche Misshandlungen zu ertragen. Ihr Körper war nun nicht mehr als ein atmendes schmutziges Bündel, das auf einer Trage abgelegt wurde. Auf der auf einem magnetischen Kraftfeld schwebenden, Trage wurde sie hinaus in ein Chaos an Eindrücken geschoben. Mit geschlossenen Lidern lauschte sie den Geräuschen die von allen Seiten auf sie eindrangen. Der Gestank, der von einigen Geräuschen zu ihr getragen wurde, verursachte ein stechendes Gefühl in ihrem Magen. Ihr gepeinigter Verstand versuchte alles zu ordnen, versagte jedoch.
Sie traute sich nicht, die Augen zu öffnen, denn das helle Licht war schon mit geschlossenen Lidern kaum zu ertragen. Es wurde ihr aber keine Wahl gelassen. Denn als sie abermals hochgehoben wurde, um gleich darauf auf einem wärmeren Untergrund an Hand - sowie den Fußgelenken fixiert zu werden, wurden die Lider gewaltsam auseinander gezogen. Ein kleines grelles Licht löste eine Explosion an Schmerzen in ihrem Kopf aus.
„Professor Markes, kommen sie her! Sehn sie sich das an.“ Der angesprochene Mann löste sich von einer digitalen Aufzeichnung, die ihn bis eben zu fesseln schien, und trat zum Untersuchungstisch. „Was gibt’s so Wichtiges?“
„Sehen sie!“ Aufgeregt deutete Dr. Blei auf das vom Licht beschiene Auge. „Es ist eigentlich unmöglich!“ Der Professor beugte sich vor, um besser sehen zu können. „Was soll ich mir ansehen?“ Fragte er etwas gereizt, doch gereizt war er ständig, für seine Mitarbeiter also nichts, was ihnen Sorgen bereitete.
Dr. Blei bewegte die kleine Lampe über dem Auge, um somit deutlich zu zeigen, was er meinte. Nun sah es auch Markes - das Auge hatte sich verändert. Die Anpassungsfähigkeit an die unterschiedlichen Lichtverhältnisse war um mehr als das Doppelte gestiegen. Wenn das Licht das Auge traf, verengte sich die Pupille so stark, dass nur noch ein kleiner schwarzer Punkt zu sehen war. Wie sich das Auge dann an die Dunkelheit anpasste, war nur allzu leicht zu erraten.
Einfach fantastisch! Besser als ich es mir erhofft hatte. Innerlich jubelte Markes,
doch nach außen hin bewahrte er seine Ruhe. Diese Laborratten brauchen noch nicht wissen, dass ich dieses Mal mehr als zufrieden bin. Wie es scheint, ist dieser Versuch von Erfolg gekrönt. Markes wandte sich wieder Dr. Blei zu.
„Das ist wahrscheinlich auf ihre besondere Regenbogenhaut zurückzuführen. Der Umstand, dass in ihr alle möglichen Augenfarben zu finden sind, begünstigen diese Entwicklung!“
Dr. Blei schien sich mit dieser Antwort zufrieden zu geben, denn er brummte nur und setzte seine Untersuchungen fort. Seine Ergebnisse gab er in eine Akte ein, die auf dem Display neben ihm erschien.
Vom anderen Ende des Labors wurde das Geschehen genau beobachtet. Dr. Mays Gesicht verzog sich vor unverhohlenem Abscheu.
Dieses Monster kann sagen was es will, aber dieses Mal scheint er überzeugt zu sein, dass sein widerlicher Plan aufgeht. Für die Kleine wäre es schon schön, wenn sie diese DNA – Spritzen auch weiterhin verträgt, und nicht so wie die armen Kreaturen endet, die vor ihr da waren.
Dr. May beobachtete nun schon seit zwei Jahren Professor Markes und seine `Frankenstein – Ambitionen.’ Am Anfang, ja da war er begeistert, geblendet von der Idee, dem Menschen neue Lebensmöglichkeiten zu bieten. Im Hinblick auf die explosionsartige Vermehrung der menschlichen Rasse in den letzten zehn Jahren und den klimatischen Veränderungen war es nur recht und billig nach Möglichkeiten zu forschen, wie sich der Mensch dem Leben unter dem Meeresspiegel anpassen könnte. Vor allem da sie dort vor den Monsterstürmen und Todesfluten sicher waren, die in den letzten Jahren Amerikas Ostküste komplett umgestaltet hatten. Er selbst sah schon die schönsten Unterwasserplantagen vor seinem inneren Auge entstehen. Als Kind war er in einer Großstadt aufgewachsen, und er hatte es gehasst, überall auf Berge aus Beton zu starren und nur Smoggeschwängerte Luft zu atmen. Wie war es da weiter verwunderlich, dass er dem Professor gefolgt war?
Aber jetzt trug er Markes nicht mehr auf Händen. Er bereute es mit jedem Tag mehr, diesem Verrückten gefolgt zu sein. Seine Seele war seit dem ersten Toten, nein, seit der ersten Begegnung mit Markes, verloren. Ja, er wusste, dass er für das, was er getan hatte, eines Tages Rechenschaft ablegen musste und er würde dabei miserabel abschneiden.
Wenn ich das alles nur beenden könnte. Ich würde alles tun, ja selbst töten, wenn es sein muss. Aber dieser Verrückte muss gestoppt werden. Koste es, was es wolle!
May sah wieder zu der jungen Frau hinüber, die da auf dem Untersuchungstisch lag und von Krämpfen geschüttelt wurde. Sie wusste nicht, was mit ihr passierte. Was sie kannte, waren nur die Qualen.
Wenn ich ihr doch nur helfen könnte! Ja aber wer sagt denn, dass ich das nicht kann? Ich werde dafür sorgen, dass die Schmerzen aufhören. Ich werde ihr Halt in dieser Hölle sein!
Dr. May durchquerte das Labor und trat an den Untersuchungstisch. Das Gesicht dem einer Wachspuppe gleich, warf sie den Kopf hin und her. Sanft legte May ihr eine Hand auf die kalte schweißige Stirn. Er erinnerte sich, dass sie hier die Bezeichnung P.E.M. ONE trug.
Es ist schon gut Kleines, du brauchst keine Angst mehr zu haben. Ich bin bei dir! Es schien ihm fast so, als ob sie seine Absichten spüren konnte. Denn sie beruhigte sich und lag nun entspannter in den Fixierungen. Das änderte sich jedoch in dem Augenblick, in dem Dr. Blei mit einer großen Spritze, gefüllt mit einer weiteren DNA - Dosis, neben sie trat und den linken Arm für die Injektion vorzubereiten begann.
P.E.M. ONE riss die Augen auf und starrte auf die Spritze. Nein! Nein! Bitte nicht! Keine Schmerzen mehr, bittttee!! Sie wollte schreien, doch ihre Stimme gehorchte ihr nicht. Sich aufbäumend riss sie an ihren Fesseln. Die Hand, die sich so gut angefühlt hatte, war auch nicht mehr da. Nun war sie wieder mit diesen weißen Monstern allein. Oder doch nicht?
Sie vernahm eine Stimme, eine die sie nicht kannte. Jedoch spürte sie instinktiv, dass die Hand und die Stimme ein und derselben Person gehörten.
„Nein! Keine weiteren Spritzen mehr. Das bringt sie um!“
Erstaunen machte sich auf Bleis Gesicht breit. Der stille und eher unauffällige Dr. May wagte es, in diesem Ton zu sprechen? Noch dazu jetzt? Das war neu und nicht sehr klug. Gar nicht klug!
Die Reaktion folgte auch prompt. Die Stimme des Professors übertönte alles, selbst das immer gegenwärtige Stöhnen und Schreien, der anderen ´Freiwilligen`. „Haben sie ein Problem, Dr. May? Oder wie soll ich diesen Ausbruch werten?“ Victor Markes durchmaß den Raum mit großen Schritten und sah Dr. May aus verengten Augen an.
May schluckte seine Angst hinunter und sah dem Professor in die Augen. Wenn ich ihm meine Angst zeige, ist alles aus! „Nun“, begann May stockend, „mir fiel nur auf, dass P.E.M. ONE bis jetzt alle Tests und Spritzen besser vertragen hatte, als die anderen. Sie ist jedoch jetzt in einer der schwereren Phasen. Da dachte ich, dass es vielleicht besser wäre, wenn die nächsten Injektionen ausfielen, damit ihr nicht das gleiche widerfährt, wie den ersten Testpersonen. Das wäre doch mehr als ärgerlich, vor allem für sie, Professor. Schließlich müssten sie dann wieder von vorn anfangen.“ Innerlich hielt May die Luft an. Fast ängstlich wartete er auf die Reaktion des Professors.
Markes legte May eine Hand auf die Schulter und sah diesen mit mitleidigem Lächeln an. „Über die weitere Behandlung habe ich allein zu entscheiden, mein guter Carl. Ich weiß es zu schätzen, dass sie mir weitere Misserfolge ersparen wollen. Doch glauben sie mir, ihre Sorgen sind unbegründet. Und nun, “ wandte er sich an Blei, „fahren sie fort!“
Mit einem Nicken hob Blei die Spritze und überprüfte sie auf Luftblasen, um sie dann ihrem Zweck zuzuführen.
In dem Moment, als der Inhalt der Spritze in ihren Körper strömte, verspürte P.E.M. ONE wieder diesen stechenden Schmerz. Das Stechen wurde intensiver, wurde zu einem Brennen. Sie hatte das Gefühl, als würde ihr Arm in Flammen stehen, die sich langsam und unaufhaltsam über ihren ganzen Körper ausbreiteten. - Dieses Mal schrie sie.
Dr. May stand neben ihr und sah in ihr von Schmerzen verzerrtes Gesicht. Seine Hände ballten sich in seinen Kitteltaschen zu Fäusten und als ihr Schrei durch das Labor hallte, durchschnitt er sein Herz. Er hatte versagt. Er wollte ihr helfen und hatte ihr Leiden nur hinausgezögert. Oh, wie ich mich dafür hasse! Es tut mir so unendlich Leid. Bitte, verzeih mir!
 

P.E.M. ONE wusste nicht mehr, wie sie wieder in ihre Zelle gekommen war. Das letzte, an das sie sich erinnern konnte, war der furchtbare Schmerz und etwas anderes, etwas was sie erst nicht als real gelten lassen wollte. Es war einfach zu schön gewesen. Es konnte nicht wahr sein und doch ließ es sich nicht vertreiben. Genauso wenig wie das Bild, das sie immer häufiger zu sehen glaubte.
Habe ich nun völlig den Verstand verloren, oder ist das wieder so ein Trick, um mich
weiter in den Wahnsinn zu treiben? Aber es ist doch wirklich passiert!
Da war die Stimme gewesen und auch die Hand, die so gut getan hatte. Wie hatte ihn doch gleich dieses alte Monster genannt? Dr. May und – Carl? Aber wenn er mir helfen wollte, dann ist er sicher noch irgendwo da draußen. Und - ich bin nicht mehr allein! Allein dieses Wissen brachte ihr die Ruhe, die sie jetzt so dringend brauchte.
Der Raum war völlig Dunkel. Nur durch die kleine vergitterte Öffnung in der Tür, die sich nur von ihren Peinigern öffnen ließ, kam ein wenig Licht. Dennoch konnte sie so gut sehen, als wäre es hier taghell. Sie kroch zu der Ecke, wo eine zerrissene Decke lag, rollte sich darauf zusammen und schloss die Augen. Danke! Ich weiß, dass es dich dort draußen gibt und dass du mir helfen willst. Ich hoffe, dass sie dir nicht auch wehtun. - Mein Schutzengel!
Mit diesem Gedanken schlief sie ein. Und das erste Mal seit langer Zeit ließen sie die Bilder aus ihrer Vergangenheit in Ruhe.

(Ausschnitt aus Kapitel 5)

Als P.E.M. ONE erwachte, lag ein pelziger Geschmack auf der Zunge und ihr Kopf schien zu platzen. Die Augen geöffnet zu haben, bereute sie schon im ersten Augenblick. Die Wände schienen zu tanzen und sich immer wieder auf sie zu zu bewegen. Der Boden schwankte unter ihren Füßen, sodass sie jeden weiteren Versuch auf zustehen, vorerst verschob. Ein ungutes Gefühl im Magen, ließ sie schlucken. Der Geschmack von Galle, ließ sie würgen. Doch dieses bisschen Unbehagen, war ihr sehr willkommen. Löste es doch die furchtbaren Schmerzen ab und ermöglichte seit langer Zeit wieder klare Gedanken. Mit geschlossenen Augen saß sie die Knie an den Körper gezogen da und lauschte in sich hinein. Wer war sie? Wo war sie? Und vor allem wie lange war sie schon hier? Bleib ruhig und versuche aus dieser zerlöcherten und gematschten Grütze, etwas heraus zu bekommen. Reflexartig fasste sie sich an die Brust, suchte dort etwas, was da sein sollte, aber nicht da war! Ein irres Lachen schallte durch den kleinen Raum. Als ihr bewusst wurde, dass sie es ausgestoßen hatte, erschrak sie. Da war der Wahnsinn wieder. Er meldete sich immer wieder bei ihr. Hartnäckig und nicht gewillt, sich vertreiben zu lassen, flüsterte er ihr Geschichten zu. Geschichten die sie erschauern ließen und sie vor Angst erstarrt, zu warten befahl. Warten auf die nächsten Schmerzen! Warten auf den letzten Stoß, der sie über die Klippe in den Schlund des endgültigen Wahnsinns treiben würde! Sich über ihren schmerzenden Arm reibend, richtete sie sich mühsam auf und wankte zu der Mulde, die mit einem schmalen Rohr ihre Zelle mit den Abwasserrohren verband. Die Natur forderte ihr Recht und so musste sie sich bis zu diesem stinkenden Abort vortasten, um sich zu erleichtern.
Zurück auf ihrer Decke, wartete sie darauf, dass etwas passierte. Im Allgemeinen dauerte es nie lange, bis sie wieder geholt und die Marter von neuem begann. Es wunderte sie irgendwie, dass ihr Kopf diesmal klarer war, als die vergangenen Male. Sie konnte sich nicht erinnern, je so klare Gedanken gehabt zu haben. Wieder grübelte P.E.M. ONE, über die drei entscheidenden Fragen nach. Nun, sie konnte sie wenigstens zum Teil beantworten. Sie war eine gepeinigte Frau, die an einem Ort war, der nicht mal in Alpträumen vorkam und sie war eindeutig schon zu
lange hier! Wieder hallte ein irres Lachen von den Wänden wider. „Oh, wie geistreich du doch heute bist. Jetzt zermarterst du dir dein Hirn oder -besser gesagt-den kläglichen Rest, der davon übrig ist, und weißt keine bessere Antwort? Wirklich toll! Es ist zum Rattenmelken! Wenn sich diese garstigen Viecher dazu bereit erklären würden!“ Ein irres Kichern ausstoßend rieb sie sich immer wieder eine Stelle hinter den Ohren. „Na toll! Könntest du bitte aufhören, so irre zu sein? Und vor allem hör mit diesen Selbstgesprächen auf!“ Plötzlich erstarrte sie. Vorsichtig tastete sie mit den Fingern die Stellen hinter den Ohren ab, die sie bis eben gerieben hatte. Was war das? Konnte das wirklich sein? Wie sehr wünschte sie sich jetzt einen Spiegel oder wenigstens ein trübes Stück Glas. Was sie da ertastete, konnte sie nicht glauben und sie zweifelte an ihrer Wahrnehmung.
Dort hinter den Ohren, wo glatte Haut sein sollte, waren sechs Hautlappen, die sich leicht bewegten!
Sie waren kaum zu spüren und wurden von ihren verfilzten Haaren verdeckt.
Sofort nahm sie an sich selbst eine Leibesvisitation vor. Am Ende kam sie zu einem erschreckenden Resultat, was sie wieder irre lachen ließ. Zwischen ihren langen und sehr schlanken Fingern hatten sich kleine Hautlappen gebildet, die immer zwei Finger miteinander verbanden und die über die Hälfte des ersten Gliedes reichten. Ihre Augen hatten sich ebenfalls verändert. Wenn sie etwas am anderen Ende des Raumes sehen wollte, brauchte sie nicht aufzustehen, um es genau betrachten zu können. Sie war in der Lage, den gewünschten Bereich deutlich zu sehen, indem sich ihre Pupillen stark vergrößerten. Mit dem Nachteil, dass sie lichtempfindlicher wurden.
Was sie noch mehr irritierte, war dass sie alles deutlich sehen konnte, obwohl die Lichtquelle über ihr nicht brannte. Es war hier also dämmrig und doch sah sie so gut, wie bei optimalen Lichtverhältnissen.
Und noch etwas bemerkte P.E.M. ONE. Sie war eindeutig zu dünn. Die Knochen traten deutlich sichtbar hervor. Sie konnte sich nicht erinnern, je solche spitzen Ellenbogen und Knie gehabt zu haben. Auch wenn das nicht viel zu sagen hatte.
Das Jucken und Ziehen in ihrem linken Arm, veranlasste sie, sich die Stelle genauer an zu sehen und ließ sie erstarren. Die Armbeuge war dick und mit roten, teils vereiterten Schwellungen übersät. Sie drückte eine der Eiterbeulen und die dicke, gelbe Flüssigkeit schoss ihr ins Gesicht. Unwillig wischte sie sich mit dem
Handrücken darüber und zuckte zusammen. An Hand - und Fußgelenken waren rote Fesselspuren. Die Haut war dort stark gereizt und teilweise aufgerissen.
„Toll! Was an dir ist eigentlich noch heil und normal?“ Ein leises Kratzen und Zirpen lenkte ihre Aufmerksamkeit auf den Abort. Dort lugte aus schwarzen Knopfaugen und mit zuckenden Barthaaren eine Ratte zu ihr herüber. „Du brauchst mich gar nicht so anzusehen! Wer nichts zu essen hat, kann auch nichts abgeben! Was mit dir passiert, solltest du es wagen mich an zu fallen, weißt du ja wohl noch! Glaub mir, so schlecht hat dein Freund nicht geschmeckt!“ Innerlich schüttelte sich ein Teil von ihr bei dieser Erinnerung. Der andere Teil lachte und leckte sich die Lippen. Eine Ratte konnte den ärgsten Hunger stillen. Und es war nur gerecht. Die Ratte würde auch nicht zögern, sie anzufressen. Fressen oder gefressen werden!
Sich nähernde Schritte ließen P.E.M. ONE hochfahren. Sie kamen! Sie würde sich wieder wehren und wie immer, würde es ihr nichts nutzen! Doch sie tat es immer wieder! Wenn sie geistig und körperlich dazu in der Lage war, trat, biss und kratzte sie! Nie würde sie aufgeben. Sie durfte nicht aufgeben!
Still stand sie da und strich über die kläglichen Reste ihres Kleides. Es musste mal blau gewesen sein, war aber so verdreckt und zerrissen, dass es kaum zu erkennen war. Das Schloss knarrte und ein kleiner Lichtstrahl drang zu ihr, als die Tür langsam aufgezogen wurde.
Etwas war anders als sonst, das konnte sie spüren. Und somit stand sie nur da und beobachtete die Tür. Eine Gestalt huschte herein und schloss die Tür wieder hinter sich. Es war ein junger Mann und als er sich zu ihr herumdrehte, durchfuhr sie das Gefühl des Erkennens. Dabei konnte sie sich nicht an sein Gesicht erinnern! Eine wohlklingende und ihr bekannte Stimme drang zu ihr. „Hab keine Angst! Ich bin hier, weil ich dir helfen will!“ Langsam, die Hände zur Seite ausgestreckt, trat er an sie heran. Dabei suchten seine Augen in ihrem Gesicht nach Reaktionen. Mit zur Seite geneigten Kopf, trat sie ein paar Schritte rückwärts und hielt erst an, als sie die Wand im Rücken spürte. Der Mann blieb stehen und bedeutete ihr, dass er ihr nichts tun wollte.
„Ich kenne ihre Stimme, aber sie kenne ich nicht! Zumindest glaube ich das.“ Leise und sanft drang ihre Stimme zu ihm. Sie hatte den Ton des Ungeübten in sich. Aber das wunderte ihn nicht. Hatte sie doch auch keine Gründe gehabt, zu reden. Ihre Schmerzensschreie waren ihm noch deutlich in Erinnerung und ließen ihn
erschauern. „Du erinnerst dich? Das ist gut! Ich habe versucht dir zu helfen! Vor zwei Tagen!“
Zwei Tage? Dann musste sie diesmal sehr lange ohne Bewusstsein gewesen sein. Warum wurde sie gestern nicht geholt? Dieser Gedanke verwirrte sie und kopfschüttelnd, schritt sie, die Arme um sich geschlungen, an ihm vorbei zur gegenüberliegenden Wand. Der Raum war klein. Somit blieb nicht viel Spielraum zwischen ihr und dem Mann. Dicht an der Wand entlang gehend behielt sie ihn im Auge. Sie würde kämpfen, sollte sie dazu gezwungen werden! Er ahnte das und blieb in der Mitte des Raumes. Sich auf der Stelle drehend folgte er ihren Bewegungen, bis sie wieder am Ausgangspunkt angelangt war.
„Ich habe versucht, sie davon abzuhalten dir weitere Spritzen zu geben, es tut mir Leid, dass es mir nicht gelungen ist!“ Der Ausdruck in ihrem Gesicht änderte sich so abrupt, dass er erstaunt einen Schritt zurückwich. Das Aufblitzen in ihren Augen war genauso überraschend wie das plötzliche Lächeln, das ihren Mund umspielte. „Dann bist du mein Schutzengel!?“ Diese Aussage hätte ihn beinahe aus den Schuhen gehauen, wenn er nicht schon auf alles gefasst gewesen wäre. Sie hielt ihn für ihren Schutzengel! Hieß das, dass sie in ihm keinen normalen Menschen sah? Und wenn das zutraf, wie sollte er sich dann verhalten? „Es schmeichelt mir, dass du mich für einen Engel hältst!“ Er bereute die Worte schon, kaum dass sie gesagt waren. Der ungläubige und mit Schmerz behaftete Blick ihrer Augen traf ihn tief. Schnell setzte er hinzu. „Doch bin ich gern bereit dein Schutzengel zu sein, so weit mir das möglich ist!“ Mit einem zaghaften Lächeln wartete er auf eine Reaktion. Das irre Lachen, das aus ihrer Kehle drang, ließ ihn zusammenzucken. Der Wahnsinn hielt sich im Hintergrund und wartete. Er schien durch ihre Augen alles zu beobachten. „Es gibt hier weiße Monster in Menschengestalt, warum sollte es dann nicht auch Engel in Menschengestalt geben?“ Diese klare und durchaus einleuchtende Feststellung von ihr, beruhigte ihn etwas.  Der Wahnsinn war zwar greifbar, was nach den Qualen auch kein Wunder war, doch  ihr Verstand und ihr unbändiger Wille hielten ihn noch im Zaum. „Lass mich deine Wunden sehen!“
P.E.M. ONE zuckte zurück. Was war das? Diese Sprache die er sprach, war nicht die ihre. Das wusste sie mit Bestimmtheit und doch verstand sie, was er sagte und antwortete ihm in einer anderen Sprache. Er verstand jedes ihrer Worte und schien sich nicht über sie zu wundern!
Eine Erinnerung traf sie mit Macht und riss sie zu Boden. Sich den gemarterten Kopf haltend gab sie ihr nach.
Wortfetzen drangen in ihr Bewusstsein. Worte die sie vor sehr langer Zeit einmal gehört hatte. Das Gefühl der Lähmung durchflutete sie und Bilder eines schwarzen Kleintransporters schoben sich dazwischen. Angst und Wutbemächtigten sich ihrer. Verschwommene Gesichter wirbelten herum. Ein Gesicht wurde deutlicher und sein Anblick verursachte ein Ziehen in ihrem Magen. Tränen traten in ihre Augen.
Dr. May verfolgte das alles von seinem Platz in der Mitte des Raumes aus. Er fühlte sich schuldig und hilflos. Langsam schritt er auf sie zu und kniete sich neben ihr hin. Vorsichtig schloss er sie in die Arme und hielt sie einfach nur fest. Mehr konnte er für sie nicht tun.
Er gewahrte auf ihrem Gesicht, den inneren Kampf, sowie den Aufruhr. Sie scheint von Erinnerungen heimgesucht zu werden. Wenn ich ihr das doch nur erleichtern könnte. Irgendwie! Aber ich kann ihr nur Trost und Wärme spenden!
Als sie sich endlich wieder entspannte, blickten ihre Augen klar zu ihm auf. Das leise Flackern des Wahnsinns war fürs Erste verschwunden. Zaghaft streckte sie ihm den entzündeten Arm entgegen. Der Anblick der dicken Eiterbeulen, verursachte bei ihm einen Brechreitz. Der Geruch, der von ihnen ausging, war entsetzlich. Vorsichtig tastete er den Arm ab. Er hätte schon früher eingreifen sollen! „Das wird jetzt etwas wehtun!“ Für diese Worte hätte er sich am liebsten selbst ausgelacht. Die Schmerzen, die er ihr gleich zufügen würde, waren nichts im Vergleich zu den Qualen, die sie schon hatte erleiden müssen!
Er löste sein Namenschild vom Kittel und bog die Nadel nach außen. Während er eine Eiterbeule nach der anderen aufstach und ausdrückte, beobachtete er aus dem Augenwinkel ihre Reaktionen.
Sie saß mit ausdruckslosem Gesicht da und beobachtete ihn. Sie zuckte nicht einmal mit der Wimper. Vorsichtig die Eiterreste abwischend sah er ihr in die Augen und fiel in einen Strudel! Enttäuschung machte sich in ihm breit, als sie die Augen niederschlug und den Blickkontakt somit unterbrach.
Er war gerade dabei die Fesselmale zu untersuchen, als Licht den Raum erhellte und die Tür aufgerissen wurde. Sich aufrichtend nahm er wahr, wie sich die junge Frau an der Wand entlang nach oben schob und das irre Flackern wieder sichtbar wurde.
Dr. Blei betrat zusammen mit zwei Wärtern den Raum und starrte auf das sich ihm bietende Bild. Was suchte Dr. May hier?
„Was machen sie hier? Sie haben hier nichts zu suchen! P.E.M. ONE fällt nicht in ihren Aufgabenbereich!“ Der gehässige Ton in Bleis Stimme, ließ die Frau zusammen zucken. Ein Wimmern ausstoßend zog sie sich in einen Winkel zurück, der am weitesten von der Tür entfernt war. May kochte vor Wut, ließ sich aber nichts anmerken. „Ich frage mich, was Professor Markes zu P.E.M. ONEs Zustand zu sagen hat? Er wird sicher nicht begeistert sein, zu sehen, dass sie in so schlechter Verfassung ist. Ich meine, korrigieren sie mich, wenn ich falsch liege, aber war es nicht sie, in die er seine Hoffnungen legte?“ Bleis Kiefer knirschten und ein von Hass verzerrter Blick traf seinen jungen Kollegen. Woher weiß er so viel darüber? Habe ich ihn unterschätzt?
„Was geht hier vor?“ Die donnernde Stimme des Professors, erschreckte alle Anwesenden. Markes betrat den Raum und zog fragend eine Augenbraue hoch, als er May erblickte.
„Professor! Ich kam an der Zelle vorbei und hörte seltsame Laute. Es war gut, dass ich hier herein sah, so konnte ich die Blutvergiftung zwar nicht ganz aufhalten, aber verlangsamen.“ Mit festen Schritten trat Markes zu der jungen Frau, die sich inzwischen in ein Häufchen Elend verwandelt hatte, und untersuchte sie. Als sein Blick auf die frischen Wunden in der Armbeuge fiel und der beißende Geruch ihm in die Nase stieg, verhärteten sich seine Gesichtszüge. Ihre erbärmliche körperliche und geistige Verfassung machte ihn rasend. Warum war ihm das das letzte Mal nicht aufgefallen? War er so blind gewesen, dass er nur die Veränderung ihrer Augen wahrgenommen hatte?
Ich hätte Blei nicht so viel überlassen sollen! Mangelnde Kontrolle macht ihn nachlässig. Das lässt sich zum Glück alles noch korrigieren!
Seine Verachtung und Wut verbarg er nicht und so fuhren alle Anwesenden zusammen, als Markes sich zu ihnen umwandte. Das Wort an Blei gerichtet war Markes Stimme so leise und ruhig, dass bei Blei alle Alarmglocken schrillten! „Dr. Blei. Warum, glauben sie, habe ich keine Mühen gescheut genommen, um diese junge Frau in meinen Besitz zu bringen? Warum ich ständig damit beschäftigt bin, unseren Lieblingsschnüffler mit falschen Fährten zu beschäftigen und ihn seit einem Jahr in die Irre laufen lasse? Warum ich bei der Dosierung so vorsichtig bin? Nun?“
Blei spürte, dass er einen entscheidenden Fehler begangen hatte. Er hätte das damalige Gespräch nicht bewusst vergessen sollen, sondern es als Priorität  betrachten müssen! Nun war es zu spät! Markes Stimme donnerte durch den Raum. Was nach der unheimlichen Ruhe einer Schockwelle glich. „Ich werde es ihnen sagen. Ich tat dies alles, weil diese Frau etwas Besonderes ist, und nicht, damit sie sie verrecken lassen! Wenn sie stirbt oder in den Wahnsinn verfällt, werde ich sie mir vornehmen!“ Dicht an Blei herantretend fuhr er leise und mit schneidender Stimme fort. „Dann werden sie ihre Mutter dafür verfluchen, dass sie ihren Vater erhört hat!“ Sich an Dr. May wendend wurde Markes Ton freundlicher. „Sie haben völlig richtig gehandelt, Carl! Sorgen sie dafür, dass sie verlegt wird und die bestmögliche Versorgung bekommt! Sie muss wieder zu Kräften kommen! Doch zuerst muss sie gewaschen werden! Danach bringen sie sie ins Labor zur Untersuchung!“
Seine Erleichterung verbergend nickte May. „Natürlich, Professor!“ Damit verließ Markes die Zelle und nahm die bedrückende Atmosphäre mit.
Mit vor Hass sprühenden Augen wandte sich Blei an seinen jüngeren Kollegen. „Ich werde sie im Auge behalten!“ Dann drehte er sich um, winkte den Wärtern, ihm zu folgen und verschwand.
Erleichtert wandte sich May um - und erstarrte. Da stand sie. In die Ecke gedrückt stierte sie mit leeren Augen durch ihn hindurch. Die Arme um den Leib geschlungen drang ein leises Wimmern aus ihrem fest zusammen gepressten Mund. Dieser Anblick zerriss ihm das Herz.
Wenn sich nicht entscheidende Punkte änderten, würde sie dem Wahnsinn nicht länger Widerstand leisten können! Sie würde, allen Bemühungen zum Trotz, den Kampf verlieren! Doch noch war er da und er würde nichts unversucht lassen, sie dem Wahn zu entreißen!
 
02.11.2009 12:11:42
 
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